von Hayo Freitag; D 2007; 79 Min.; freigegeben ohne Altersbeschränkung;
mit den Stimmen von Katharina Thalbach, Joachim Król, Bela B. Felsenheimer, Charly Hübner u.a.
„Die Zeichentrickverfilmung von Tomy Ungerers Bilderbuchklassiker ist eine fantasievolle Erzählung über ein kleines Mädchen, vermeintliche Schurken, tapfere Waisenkinder und einen Bösewicht, der in einem kafkaesken Schloss für Unheil sorgt. Ein kurzweiliger und märchenhafter Film mit den Stimmen von Joachim Król, Bela B. Felsenheimer, Charly Hübner und Katharina Thalbach.
Der 76-jährige Tomy Ungerer hat in seinem Leben bislang 40.000 Zeichnungen zu Papier gebracht und über 140 Kinderbücher veröffentlicht. (…) Zu den bekanntesten Werken gehören unter anderem ,Sechs kleine Schweine‘, ,Der Mondmann‘ und ,Der Zauberlehrling‘ seine jetzt von Hayo Freitag (,Käpt’n Blaubär‘) verfilmte Geschichte ,Die drei Räuber‘ erschien 1963 zum ersten Mal. Darin geht es um das kleine Mädchen Tiffany, das nach dem Tod seiner Eltern in ein trostloses Waisenhaus abgeschoben werden soll. Unterwegs wird die Kutsche allerdings von den unheimlich vollbärtigen drei Räubern überfallen, die im Wald leben und vorrangig erbeutetes Gold anhäufen wofür, wissen sie eigentlich auch nicht so genau. Tiffany wittert ihre Chance dem Waisenhaus zu entgehen und Tatsache, die drei vermeintlichen Schurken erweisen sich schon bald als liebenswerte Kerle, die sich über die Gesellschaft des kleinen Mädchens in ihrer Höhle freuen. Ihr dunkles und unwirsches Zuhause wird von Tiffany in eine bunte und gemütliche Wohngrube verwandelt. (…)
Tomy Ungerers Erzählung ist eine liebevoll umgesetzte Parabel über menschliche Tücken, die ständig zwischen Gut und Böse pendeln. Wie in vielen Kindererzählungen liegt auch hier das Augenmerk auf Mut, Willenstärke und Zusammenhalt, die Kinder brauchen, um ihre Fantasie auszuleben, um so Schicksalsschläge zu verarbeiten und ein glückliches Leben führen zu können. Die vermeintlich Bösen die drei Räuber haben in Wahrheit ein gutes Herz. Ein schöner Aufruf für Kinder, im Dunklen auch nach ein klein wenig Helligkeit zu suchen.“ („Programmkino.de“)
„Ein liebevoll erzähltes Märchen. Selten wurde eine Räubergeschichte so charmant und amüsant erzählt.“
(„Der Spiegel“)
von Detlev Buck; D 2007; 98 Min.; FSK: ohne Altersbeschränkung; Kamera: Jana Marsik; Musik: Natalia Dittrich;
mit Katharina Thalbach, Zoë Mannhardt, Christoph Maria Herbst, Hans Löw, Milan Peschel, Alexander Seidel, Konstantin Kaucher, Heidi Kabel u.a.
Endlich Sommerferien! Die 10-jährige Emma kann es kaum erwarten, wieder bei Großmutter Dolly auf dem Land zu sein. Bei ihrer Ankunft in dem kleinen Ort stellt sie zufrieden fest, dass alles ist wie immer. Aber das stimmt nicht ganz: Der alte Klipperbusch ist gestorben, und sein Neffe Albert Gansmann, von Emmas Freunden nur der „Alligator“ genannt, verplant das zukünftige Erbe auf seine Art.
Mit dem Anwesen hat er Großes vor, für Klipperbuschs Stute Mississippi allerdings ist da kein Platz mehr. Deshalb bestellt er kurzerhand den Pferdeschlachter. Emma kann Dolly in letzter Minute überreden, Gansmann das Pferd abzukaufen. Ab jetzt gehört Mississippi Emma. Doch schon kurze Zeit später steht Gansmann vor der Tür und möchte die Stute gern wiederhaben. Spontane Tierliebe wird es nicht sein, die ihn antreibt. Was also steckt hinter Gansmanns Wunsch? Emma, Dolly und ihre Freunde brauchen in diesem spannenden Sommer Einfallsreichtum, Mut und Entschlossenheit, um nicht nur die Stute Mississippi vor Gansmann zu retten. (Verleihinfo)
„Vor der Kulisse der ländlichen Idylle Mecklenburg-Vorpommerns erzählt Detlev Buck nach der Vorlage von Cornelia Funke ein mit viel Humor angereichertes Jugendabenteuer. Es weht von Beginn an mehr als nur ein Hauch von Astrid Lindgren und Mark Twain durch den Film. Wenn in der Exposition die Bewohner der beschaulichen Dorfgemeinschaft vorgestellt werden, erinnert das stark an einen ‚Michel aus Lönneberga‘ oder an ‚Die Kinder aus Bullerbü‘. (…) Von Twain und den Tom Sawyer-Geschichten scheinen vor allem die romantisierenden Landschaftsaufnahmen entliehen zu sein. All das sorgt dafür, dass der Film eine wohlige, entspannte Atmosphäre atmet, was ihn zugleich von vielen hektischen Schnittgewittern abhebt, mit denen bereits die Kleinsten heute im Kino bombardiert werden.“ („Programmkino.de“)
„De Indiaan“ von Ineke Houtman; NL 2009; 79 Min.; FSK: ohne Altersbeschränkung; Kamera: Sander Snoep; Musik: Melcher Meirmans, Merlijn Snitker, Chrisnanne Wiegel; mit Matthias den Besten, Claire Lapadu, David Verbaas u.a.
Der achtjährige Koos (Matthias den Besten) entdeckt, dass er nach seiner Geburt in Peru adoptiert wurde. Von seinen niederländischen Eltern erfährt er eigentlich grenzenlose Liebe, doch als seine Stiefmutter schwanger wird, befürchtet er, dass er bald in den Hintergrund geraten wird. Da trifft er im Kino auf peruanische Indianer. Illari (David Verbaas) spielt in einer peruanischen Musikgruppe mit und kann Koos viel über die Inkas und deren ursprüngliche, südamerikanische Kultur beibringen. Der lebenslustige Schlingel setzt jetzt alles daran, ein ganzer Indianer zu werden und noch stolzer als seine Vorfahren.
Der 8jährige Koos stammt aus Peru. Er wurde adoptiert. Auch wenn er klein und dunkelhäutig ist und ihm die typischen „holländischen Schwimmerbeine“ fehlen, wie sein Großvater immer sagt, will Koos seinem Vater ähnlich sehen. Kurzerhand färbt ihm Freundin Isa blonde Strähnchen. Nun fühlt er sich holländischer. Kurz darauf erfährt Koos, dass seine Mutter ein Baby erwartet. Der Junge glaubt, dass man ihn austauschen möchte. Dann sieht Koos vor dem Einkaufszentrum eine Gruppe peruanischer Musiker. Sie spielen interessante Instrumente, sind sonderbar gekleidet und scheinen Koos irgendwie ähnlich zu sehen. Den Jungen beschleicht das Gefühl, dass er vielleicht einer von ihnen sein könnte...
Läuft am So., 5.2., um 15.00 Uhr.
Kletter-Ida
„Klatretøsen“ von Hans Fabian Wullenweber; DK/N/S 2001; 89 Min.; FSK: ab 6; Kamera: Jacob Viit Kusk, Musik: Markus Dahlberg;
mit Julie Zangenberg, Stefan Pagels Andersen, Mads Raven u.a.
„Superspannend diess Prädikat hat der erste lange Spielfilm von Hans Fabian Wullenweber allemal verdient. Der wahrscheinlich erste Actionfilm für Kinder läßt in mancher Hinsicht nicht nur bloß das Erwachsenen-Spektakel ,Mission: Impossible‘ alt aussehen, sondern belegt mit seinen originellen Einfällen und der gekonnten Umsetzung einmal mehr, warum Dänemark nach wie vor das Kinderfilmland Nummer Eins in Europa ist.
Die zwölfjährige Ida liebt wie ihr Vater das Klettern. Während er seit einem schweren Unfall im Himalaya eine Gokart-Bahn betreibt, erprobt sie ihre Freeclimbing-Künste an einem Wasserturm. Damit beeindruckt sie auch ihre Freunde Sebastian und Jonas, die in sie verknallt sind. Eines Tages stellen die Ärzte fest, daß Idas Vater sich wegen der Folgen seines Sturzes rasch einer komplizierten Operation in den USA unterziehen muß. Doch der Eingriff ist sehr teuer, und Idas Mutter ist trotz ihrer Arbeit als Sicherheitsexpertin (…) nicht kreditwürdig. Um ihren Vater zu retten, entschließt sich Ida zu einer riskanten Aktion und bittet ihre Freunde um Hilfe. Das Trio will in der CCT-Bank den Tresor knacken, der als der sicherste der Welt gilt.
In Dänemark hat ,Kletter-Ida‘, der schon auf dem Kinderfilmfest der Berlinale für Furore sorgte, mit mehr als 250.000 Besuchern sogar den ersten ,Harry Potter‘-Film überholt. Dieses glänzende Ergebnis läßt hoffen, dass die Filmabenteuer der gewitzten Heldin auch hierzulande das junge Publikum begeistern werden. Die Zutaten für ein außergewöhnliches Kinoerlebnis hat das amüsante Opus (…) jedenfalls: eine atemberaubende Handlung, starke Figuren, dramatische Konflikte, viel Witz und eine gute Portion Romantik. (…)“ (Filmecho/Filmwoche)
Läuft am So., 4.3., um 15.00 Uhr.
Wickie auf großer Fahrt
von Christian Ditter; D 2011; 96 Min.; freigegeben ohne Altersbeschränkung; Kamera: Christian Rein; Musik: Ralf Wengenmayr;
mit Jonas Hämmerle, Valeria Eisenbart, Waldemar Kobus, Nic Romm, Eva Padberg, Ella-Maria Gollmer, Günther Kaufmann, Christoph Maria Herbst u.a.
Wann wird aus dem kleinen Wickie endlich ein richtiger Wikinger? Diese Frage lässt seinem Vater Halvar keine Ruhe. Doch als der „Schreckliche Sven“ den Häuptling von Flake entführt, schlägt unverhofft Wickies große Stunde. Als stellvertretender Häuptling führt er die Starken Männer Tjure, Snorre, Urobe, Gorm, Ulme und Faxe an und bekommt dabei Unterstützung von der furchtlosen Svenja. Sie nehmen Kurs aufs Kap der Angst und gelangen nach turbulenten Abenteuern zu Svens Burg, aus der Halvar befreit werden muss. Die größte Aufgabe steht den Wikingern aber noch bevor: Über stürmische Ozeane, tropische Strände und durch gefährliche Eiswüsten machen sie sich auf die Suche nach dem sagenumwobenen Schatz der Götter. Auch der „Schreckliche Sven“ setzt alles daran, ihn zu bekommen, aber Wickie wäre nicht Wickie, wenn er dies nicht mit schlauen Einfällen zu verhindern wüsste.
Rund sechs Millionen Zuschauer sahen im deutschsprachigen Raum „Wickie und die starken Männer“ im Kino. Jetzt kehrt der schlaue Wikingerjunge in „Wickie auf großer Fahrt“ unter der Regie von Christian Ditter („Vorstadtkrokodile“) mit einem neuen Abenteuer auf die Leinwand zurück. (Verleihinfo)