Kinderkino


Das doppelte Lottchen

Küss' den Frosch Die Stimme des Adlers Die wilden Hühner
und die Liebe
Wo die wilden
Kerle wohnen
   
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die kunterbunte Mischung aus alten und neuen Filmen
Eintritt: 3,50 Euro für Kinder und Erwachsene

Fragen Sie an der Kinokasse nach dem Kinderkino-Pass:
Nach acht Besuchen ist der neunte Eintritt frei (gilt nur im Kinderkino)
!!!

 

„Küss' den Frosch“

 

 

 

Das doppelte Lottchen

von Josef von Baky, D 1950, 105 Min., FSK: ab 6; Kamera: Franz Weihmayr, Walter Riml; Musik: Alois Melchiar;
mit Jutta & Isa Günther, Antje Weisgerber, Peter Mosbacher, Auguste Pünkösdy, Liesl Karlstadt u.a.


Als Lotte und Luise sich in einem Ferienheim kennenlernen, sind sie sprachlos: sie ähneln sich wie ein Ei dem anderen. Wie sich herausstellt, ist das kein Wunder, denn sie sind Zwillinge. Durch die Scheidung ihrer Eltern wurden sie schon als Babys getrennt. Jetzt hecken die beiden einen raffinierten Plan aus. Sie tauschen die Rollen, aus Lotte wird Luise, und umgekehrt.
„Elfjährige Zwillingsschwestern, durch die Scheidung der Eltern in frühester Kindheit getrennt, finden sich durch Zufall in einem Ferienheim und spinnen eine heiter-listige Intrige, um Vater und Mutter wieder zu vereinen. Sympathische und rührende Familienkomödie nach einem Kinderroman von Erich Kästner.“ (RoRoRo Lexikon des internationalen Films)

Läuft am So., 7.3., um 15.00 Uhr.

 

 

 

 

 

 

Küss‘ den Frosch

„The Princess and the frog“von John Musker & Ron Clements; USA 2009; 97 Min.; freigegeben ohne Altersbeschränkung; Musik: Randy Newman; Zeichentrickfilm.


,Küss den Frosch‘ entführt in die Schönheit Louisianas, in den Süden Amerikas nach New Orleans, wo Jazz und Blues den Menschen im Blut liegt, Raddampfer auf dem Missippi fahren und Voodoo mehr als dunkle Zauberei ist. In dieser Stadt voller Leben, Leidenschaft und Liebe begegnen sich lustige, einzigartige und rührende Charaktere, wie sie nur die Disneyzeichner zum Leben erwecken können.
Neben der hübschen Tiana, die von einem eigenen Restaurant träumt, und dem lebensfrohen Prinz Naveen, der in die Fänge des Voodoo-Zauberers Dr. Facilier gerät, begeistern neben einer Vielzahl weiterer Figuren auch der Jazz-verrückte Alligator Louis, das bis über beide Ohren verliebte Glühwürmchen Ray und die wunderbar verrückte Mama Odie mit ihrer außergewöhnlichen Gehhilfe.
,Küss den Frosch‘ markiert Disneys Rückkehr zur klassischen handgezeichneten Animation. Im Stil von Klassikern wie ,Die Schöne und das Biest‘ oder ,Der König der Löwen‘ erzählen die Künstler des Studios unter der Leitung von John Musker und Ron Clements (,Arielle‘, ,Aladin‘, ,Hercules‘) ein fantastisches, farbenfrohes Märchen und ein zeitloses Abenteuer voller hinreißender Charaktere.


„Rettung verspricht allein eine merkwürdige Voodoo-Hexe, ein unförmiges Mischwesen aus Monster und Übermutter, animiert von Andreas Deja, dem aus Deutschland stammenden Meisteranimator bei Disney. Kein Animator genießt mittlerweile höheres Ansehen in seiner Zunft, und diese überaus originelle Figur, die entfernt an die Schöpfungen des Japaners Hayao Miyazaki denken lässt, ist ein Meisterstück. Aber es gibt noch viel mehr Zauber, wenn dieser Film endlich zu sich selbst gefunden hat – und zu seinem Status als erster würdiger Disney-Cartoon seit ,Der König der Löwen‘.“ (Frankfurter Rundschau)

Läuft am So., 14.3., um 15.00 Uhr.
Internetseite:
www.disney.de/kuss-den-frosch

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Stimme des Adlers

von René Bo Hansen; S/D 2009; 87 Min.; freigegeben ohne Altersbeschränkung; Kamera: Dixie Schmidle; Musik: Sebastian Pille, Steffen M. Kaltschmid;
mit Bazarbai Matyei, Serikbai Khulan, Mardan Matyei, Asilbek Badelkhan u.a.



Khan und sein Bruder Barzabai leben mit ihrer Familie im Grenzland zwischen Kasachstan und der Mongolei. Barzabai träumt davon, in die Stadt zu ziehen und gemeinsam mit seinem Bruder zur Schule zu gehen. Doch es kommt anders: Khan, der Ältere, muss die Familie verlassen und in einem Bergwerk arbeiten. Barzabai ist dazu bestimmt, die uralte Kunst der Jagd mit dem Adler zu erlernen. Er macht jedoch einen Fehler beim Training mit seinem jungen Adler, und dieser fliegt auf und davon. Barzabai wagt seinem Vater nicht unter die Augen zu treten. Er folgt dem Adler in die Steppe und hat sich schon bald hoffnungslos verirrt …


„,Die Stimme des Adlers‘ hält einem das naturverbundene Leben der mongolischen Nomaden nicht als Sehnsuchtsbild vor die Nase. In Gestalt dieser Initiationsreise, die jeden Ethnokitsch vermeidet und die Bedrohung der nomadischen Lebensform ebenso zeigt wie ihre große Adaptionsfähigkeit an die modernen Zeiten, erzählt René Bo Hansen auch von Problemen und Gefahren – und von möglichen Lösungen.“ (Berliner Zeitung)


„Der Film durchsetzt die von einer leisen Spannung getragene Geschichte immer wieder mit poetischen und humorvollen Einsprengseln. Dabei fügt sich das authentische Spiel der Darsteller, aus denen besonders der kleine Bazarbai hervorsticht, wunderbar in das wirklichkeitsnahe Konzept des Films ein. So können sich die jüngsten Kinobesucher auf Bazarbais abenteuerliche Reise und seine Freundschaft zu dem Adler konzentrieren, ältere dürften sich mit dem Vater-Sohn Konflikt identifizieren oder mit der aufkeimenden Freundschaft zwischen Bazarbai und Inaari. Für jugendliche (und erwachsene) Zuschauer bietet der Film ebenfalls genügend Ansatzpunkte zur Auseinandersetzung.“ (Film-Dienst)

Läuft am So., 21.3., um 14.15 Uhr.
Internetseite: www.diestimmedesadlers.de


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die wilden Hühner und die Liebe

von Vivian Naefe; D 2007; 108 Min.; FSK: ohne Altersbeschränkung; Kamera: Peter Döttling; Musik: Annette Focks;
mit Michelle von Treuberg, Lucie Hollmann, Paula Riemann, Zsa Zsa Inci Bürkle, Jette Hering, Svea Bein, Veronica Ferres, Jessica Schwarz u.a.


Die Sache mit der Liebe ist gar nicht so einfach. Das müssen auch Sprotte, Frieda, Melanie, Wilma und Trude erfahren. Alle „Wilden Hühner“ haben mit diesem verflixten Gefühl zu tun. Fast wie im „Sommernachtstraum“, den sie gemeinsam mit ihrer Lehrerin Frau Rose auf die Bühne bringen wollen. Melanie ist tief verletzt und eifersüchtig, denn Willi hat sie verlassen wegen eines Mädchens – Nana, die zwei Jahre älter ist als er. Frieda pflegt eine komplizierte Wochenendfreundschaft mit Maik, den sie in den letzten Reiterferien kennen gelernt hat. Trude träumt von den dunklen Augen von Ricky, einem Jungen aus der Nachbarklasse. Und Sprotte trifft sich nach wie vor mit Fred. Eigentlich wäre zwischen den beiden alles in Butter, wenn da nicht Sprottes dumme Eifersucht wäre. Daneben plagen das Oberhuhn aber auch noch ganz andere Sorgen: Ihre Mutter Sybille will Thorben Mossmann, den „Klugscheißer“, heiraten, als nach zwölf Jahren plötzlich Sprottes Vater Christian wieder auftaucht und Sybilles Gefühle ganz schön in Unruhe versetzt. Die komplizierteste Beziehung von allen aber pflegt Wilma! Dabei müssen die Hühner lernen, dass Liebe nicht unbedingt immer was mit Jungs zu tun hat! Auch wenn – über den ganzen Irrungen und Wirrungen – die Bande auseinander zu brechen droht, am Ende halten sie doch wieder zusammen. Wie „Wilde Hühner“ eben! (Verleihinfo)


„(…) Schon die Erzählform des ersten Teils hatte nur noch wenig mit einem typischen Kinderfilm gemein, doch die fließende Dramaturgie von ‚Die Wilden Hühner und die Liebe‘ setzt nun neue Genremaßstäbe. Ohne zielgerichtet von einem Höhepunkt zum nächsten zu steuern, entstehen die Szenen ganz natürlich auseinander. Eine fast schon französische Erzählweise, die perfekt zu der Tatsache passt, dass der Film konsequent auf jeglichen erhobenen Zeigefinger verzichtet. Hinzu kommt als Sahnehäubchen noch ein launiger, stets gut aufgelegter Cast, den man einfach sofort in sein Herz schließen muss. Die Kinderdarsteller kommen allesamt glaubhaft, sympathisch und natürlich rüber, man merkt aber zugleich auch, dass hier genauso auch jede Menge Talent dahinter steckt. Und im Gegensatz zu den überhöhten Dialogen aus ‚Die wilden Kerle 4‘, die ebenso gut aus einem griechischen Drama stammen könnten, sind die Gespräche hier absolut altersgemäß und stimmig. Aber auch die alten Hasen tragen ihren Teil zum Gelingen bei. Veronika Ferres (‚Rossini‘) kehrt als rasende Taxi-Mutter in ihrer intensiv-sympathischen Form des ersten Teils zurück. Nachdem sie in ‚Der Liebeswunsch‘ eine langsam an fehlender Liebe zerbrechende Frau gespielt hat, ist Jessica Schwarz nun einfach wieder verdammt süß. Und ‚King Kong‘-Abenteurer Thomas Kretschmann bringt gar noch ein wenig Hollywood-Glanz in die Produktion.
Vivian Naefe ist einmal mehr eine grundehrliche und unendlich sympathische Funke-Verfilmung gelungen, die auch ernstere Themen mit einer angenehmen Leichtigkeit anpackt, ihrem Zielpublikum stets auf Augenhöhe begegnet und dabei auch noch die erwachsenen Begleiter bestens unterhält.“ („filmszene.de“)

Läuft am So., 28.3., um 15.00 Uhr.
Internetseite: www.huehner2.film.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wo die wilden Kerle wohnen

,Where the wild things are‘ von Spike Jonze; USA 2009; 101 Min.; FSK: ab 6; Kamera: Lance Acord; Musik: Carter Burwell, Karen O.;
mit Max Records, Catherine Keener, Mark Ruffalo, Pepita Emmerichs, Steve Mouzakis u.a.



„Aus den kaum mehr als 300 Wörtern von Maurice Sendaks berühmtem Kinderbuch, macht Spike Jonze weniger einen Film für Kinder, als einen Film über die Vorstellung einer bestimmten Sorte Erwachsener von Kindheit. Eine interessante Mischung aus Hollywood-Großproduktion und fast experimentell gedrehtem Autorenfilm.
Was 1963 als kleines Kinderbuch begann, entwickelte sich schnell zum Generationenübergreifenden Kult. ,Wo die wilden Kerle wohnen‘ von Maurice Sendak, ist eines der erfolgreichsten Kinderbücher aller Zeiten, wurde als Oper adaptiert, inspirierte zahlreiche Nachahmer und ließ selbstverständlich auch Hollywood aufhorchen. Nur, wie sollte man eine in großen, klaren Bildern erzählte Geschichte, die wenig mehr als 300 Worte umfasste und in einem Satz zusammengefasst werden kann, in einen abendfüllenden Spielfilm verwandeln?
Man kann sich momentan kaum einen Regisseur vorstellen, der für diese Aufgabe besser geeignet wäre, als Spike Jonze. Mit zahllosen brillanten Musikvideos und den beiden außerordentlichen Spielfilmen ,Being John Malkovich‘ und ,Adaptation‘ zeigte Jonze großes Gespür für etwas andere Geschichten, vor allem aber ein scheinbar unendliches Maß an Imaginationskraft. Was genau das Thema der Wilden Kerle ist: Der kleine junge Max ist wütend und imaginiert sich eine urwaldartige Welt, in der wilde, aber doch liebe Kerle hausen, deren König er wird. Am Ende jedoch kehrt er in sein Zimmer zurück, wo sein heißes Essen auf ihn wartet. Die Erzählung ist so offen und frei, dass sie im Lauf der Zeit Aufhänger für freudianische, antiautoritäre und zahllose andere Lesarten wurde. Jonze entschloss sich für eine psychologische Lesart, die eher wenig originell wirkt. Zusammen mit dem Autor Dave Eggers macht er aus den Wilden Kerlen ziemlich neurotische Wesen, die sich fortwährend über ihre Probleme und Sorgen auslassen und sich einsam und allein fühlen. Also genauso, wie es Max in seiner Welt ergeht. In einer längeren Eingangssequenz sieht man Maxs normales Leben als Scheidungskind. Seine Mutter (Catherine Keener) ist zwar liebevoll, schenkt Max aber nicht die Aufmerksamkeit, die dieser gerne hätte. Besonders der neue Verehrer der Mutter (Mark Ruffalo) missfällt Max, der in seinem Ganzkörperkostüm ohnehin ein offensichtlicher Außenseiter ist. Kurz entschlossen beginnt Max nach einem eskalierten Streit zu rennen und zu rennen, bis er schließlich im Wald bei den Wilden Kerlen landet. Mit ihnen erlebt er einige Abenteuer, die Jonze zusammen mit seinem Stammkameramann Lance Acord in bisweilen wunderbare Bilder einfängt. In den besten Momenten mutet der Film tatsächlich wie der Traum einer idealen Kindheit an: Ohne Regeln herumtollen, wild durch den Wald toben, die Lust am Leben herausschreien.
Immer wieder laden Jonze und Eggers diese zarte Geschichte allerdings mit ihren eigenen Neurosen auf, ihrem eigenen Außenseitertum, das sie im Lauf ihrer Karrieren zum Markenzeichen erhoben haben. In den verdrehten Szenarien eines Charlie Kaufmanns – dem Drehbuchautor der beiden früheren Jonze-Filme – fanden solche Reflektionen übers Außenseitertum eine ideale Projektionsfläche. Die kleine, offene Erzählung Maurice Sendaks allerdings, wird dadurch oft etwas überfrachtet. Was sich allerdings kaum vermeiden lässt, wenn man aus einem kleinen Kinderbuch einen großen Hollywoodfilm macht. Und für einen annährend 100 Millionen Dollar teuren, mit aufwändiger Tricktechnik gedrehten Film, mutet ,Wo die wilden Kerle wohnen‘ wiederum fast experimentell an. Eine etwas bizarre Mischung also, eine nur bedingt gelungene Adaption, aber ein unbedingt sehenswerter Film.“ (Programmkino.de)


„Wer jemals das Bedürfnis verspürt hat, wild schreiend durch die Gegend zu laufen und sich kopfüber Sanddünen herunterzurollen, Freunde zu schubsen und sie mit Dreckklumpen zu bewerfen – der wird nach ,Wo die wilden Kerle wohnen‘ das Gefühl haben, es endlich getan zu haben. Und wer das alles noch nie wollte, wird es am Ende wollen. Was kann ein Film, in dem der Hauptdarsteller die meiste Zeit über wild schreiend durch die Gegend läuft, sich kopfüber Sanddünen herunterrollt, Freunde schubst und sie mit Dreckklumpen bewirft, mehr erreichen?“ (Der Spiegel)


„Aus dem nur etwas mehr als 300 Worte umfassenden Kinderbuchklassiker von Maurice Sendak macht Regisseur Spike Jonze eine rasante Reise durch Realität und Fantasie. Erzählt wird sie aus kindlichem Blickwinkel von Träumen, Ängsten und Enttäuschungen, tiefer Einsamkeit und ausgelassener Gemeinschaft. Kleinere Zuschauer können sich in der Hauptfigur wieder finden und über die seltsamen Inselbewohner mit großen Augen staunen. Erwachsene sollten an den ausgefeilten Tricks und der Kombination von klassischer und digitaler Technik dieses 100 Millionen schweren Films ihren Spaß haben.“ (BR-Online)


„Kinogerechte, atemberaubende Landschaftsaufnahmen im fernen Land vor prächtigen Fantasiekulissen, die bereits auf dem Weg des jungen Protagonisten im tosenden Meer vor bedrohlichen Felsklippen und aufpeitschender Brandung einsetzen, ziehen den Zuschauer unaufhaltsam in eine Geschichte hinein, die von Anfang bis Ende spannend erzählt und von großer Zärtlichkeit und Hingabe zu seinen Figuren getragen ist. Unterlegt mit ansprechendem, sehr kindgerechtem Soundtrack mit teils fantastischer, bisweilen surrealer Musik, entsteht ein Klang- und Tonerlebnis, dem sich der Betrachter kaum entziehen kann.“ (Filmbewertungsstelle Wiesbaden)

Läuft am So., 28.2., um 15.00 Uhr.
Internetseite: www.wodiewildenkerlewohnen-derfilm.de