The Twilight Saga: Eclipse von David Slade; USA 2010; 124 Min.; FSK: ab 12; Kamera: Javier Aguirresarobe;
mit Kristen Stewart, Robert Pattinson, Taylor Lautner, Bryce Dallas Howard, Nikki Reed, Billy Burke u.a.
Entgegen Bellas (Kristen Stewart) anfänglichem Zögern zu heiraten, akzeptiert sie Edwards (Robert Pattinson) Antrag und beschließt, von ihm erst nach dem College und nach ihrer Hochzeit in einen Vampir verwandelt zu werden. Damit wachsen allerdings die Spannungen zwischen ihr und Jacob (Taylor Lautner), den sie trotz ihrer Verbindung mit Edward nicht aufgeben will. Jacob empfindet weiterhin mehr als nur Freundschaft für Bella und ist nicht bereit, ihre Beziehung mit Edward zu akzeptieren. Als er Bella gegen ihren Willen küsst, droht die Nähe zwischen Jacob und Bella allerdings endgültig zu zerbrechen
Gleichzeitig macht eine Reihe von mysteriösen Morden in Seattle von sich Reden. Auch in Bellas Haus in Forks wird eingebrochen. Dort fehlen jedoch nur einige persönliche Gegenstände Bellas. Wie sich herausstellt, steckt hinter diesen Vorfällen die Vampirin Victoria (Bryce Dallas Howard), die sich an Edward für den Tod ihres Freundes James rächen möchte, indem sie seine Freundin Bella tötet. Da sie allein nicht gegen die mächtige Vampir-Familie Cullen ankommen kann, diese aber Bella beschützt, gruppiert sie um sich eine mächtige Armee von neu verwandelten Vampiren. Um sich gegen diese Bedrohung zu wehren, benötigen Edward und Bella die Unterstützung des verfeindeten Werwolf-Clans, zu dem auch Jacob gehört. Nur gemeinsam können sie sich gegen Victoria verteidigen und Bellas Leben retten. Schließlich mündet alles in einer einzigen Frage für Bella: Leben oder Tod? (Verleihinfo)
,Twilight: Eclipse ist die Verfilmung des dritten Bestseller-Bandes der Twilight-Romanreihe von Stephanie Meyer. Stärker noch als in den bisherigen Twilight-Filmen stehen bei ,Twilight: Eclipse die Action und die Kampfszenen im Vordergrund, natürlich ohne die Romantik zu kurz kommen zu lassen. Aus diesem Grund ersetzt der Regisseur David Slade seinen Vorgänger Chris Weitz. Slade hatte mit seinem Film ,30 Days of Night bereits einen actiongeladenen Vampir-Horrorfilm im Lebenslauf stehen und muss jetzt bei ,Twilight: Eclipse beweisen, dass er auch einen Sinn für das Knistern des Liebestrios Edward, Bella und Jacob hat. Diese werden natürlich wieder von den bekannten Twilight-Stars Robert Pattinson, Kristen Steward und Taylor Lautner gespielt. Die Fans dürfen übrigens beruhigt sein: ,Twilight: Eclipse ist zwar das vorletzte Buch, aber nicht der vorletzte Twilight-Film. ,Twilight: Breaking Dawn, der letzte Roman der Reihe, wird nämlich auf zwei Verfilmungen aufgeteilt, bei denen Bill Condon Regie führt. (Moviepilot)
Läuft am Sa., 4.9., und So., 5.9., jeweils um 16.45 Uhr.
Erhöhter Eintritt wg. Überlänge: 5,50 Euro.
Internetseite: www.twilight-filme.de
Inception
von Christopher Nolan; USA/GB 2010; 146 Min.; FSK: ab 16; CinemaScope; Kamera: Wally Pfister; Musik: Hans Zimmer;
mit Leonardo DiCaprio, Ken Watanabe, Marion Cotillard, Ellen Page, Cillian Murphy, Michael Caine, Joseph Gordon-Levitt u.a.
Als Dieb ist Dom Cobb unschlagbar. Er gilt als Meister seines Fachs, nur ist dieses ein ganz außergewöhnliches. Cobb arbeitet auf dem Gebiet der Extraktion, das heißt er stiehlt Geheimnisse aus den Tiefen des Unterbewusstseins. In der Traumphase ist der menschliche Verstand besonders verwundbar. Dann kommt die Zeit von Cobb; er geht überaus formvollendet vor und ist auch in riskanten Regionen ein absoluter Könner. Weil er zu den Besten seines Fachs gehört, wird Cobb von Angeboten überhäuft. Industriespionage wird teuer bezahlt.
Cobb ist aber nicht nur glücklich mit seinem Job und seiner Begabung. Er hat alles verloren, was er einst liebte und ist bei vielen Menschen nicht gern gesehen. Außerdem wird er auf der ganzen Welt gesucht. Doch dann erhält er die Möglichkeit, alles zu ändern: Mit einem Auftrag, der sein allerletzter sein soll, könnte er in seine alte Welt und sein vergangenes Leben zurückkehren. Cobb muss nur gemeinsam mit seinem Team die Extraktion umkehren, das heißt, eine Inception durchführen. Er muss also eine Idee in einen Kopf einpflanzen, statt wie sonst sie zu stehlen. Aber der Plan ist gefährlich (Verleihinfo)
Nolans Glück: ,The Dark Knight, mit einer Milliarde Dollar Umsatz einer der erfolgreichsten Blockbuster der vergangenen Jahre, verschaffte ihm in Hollywood eine Lizenz zum Geldausgeben. In ,Inception nutzt er nun seine so erworbene Macht, um zu beweisen, dass es neben dümmlichen Schauwert-Vehikeln wie ,Prince Of Persia und ,Transformers auch noch intelligentes Actionkino geben kann, das seine Zuschauer zum Nachdenken und genauen Hinsehen auffordert, statt sie mit visuellen Tricks zu foppen. Dass wir dabei Teil seines ganz persönlichen Traums werden, versteht sich von selbst. Und vergessen Sie nicht, sich nach dem Kinobesuch einen kleinen Kreisel zu kaufen. Sie werden ihn brauchen. (Der Spiegel)
Allerdings gelingen ihm immer wieder atemberaubende Bilder. Etwa, wenn er die Stadt Paris zusammenfaltet wie einen großen Pappkarton, während Fußgänger und Passanten sich auf den Straßen weiter bewegen. Oder wenn geträumte Häuser auseinanderfallen wie Gletscherränder ( ), während die Träumenden weiter friedlich im Café danebensitzen. Vieles davon ist von moderner Kunst und zeitgenössischer Fotografie, von den Surrealisten bis zu Videoinstallationen der letzten Kunst-Biennale inspiriert. (Telepolis.de)
Läuft von Do., 16.9., bis Sa., 18.9., jeweils um 21.30 Uhr sowie am Mi., 22.9., um 20.00 Uhr.
Erhöhter Eintritt wg. Überlänge: 7,50 Euro, von Do. bis Sa. ermässigt für Schüler & Studenten: 6,50 Euro.
Internetseite: wwws.warnerbros.de/inception
Salt
von Phillip Noyce; USA 2010, 100 Min.; FSK: ab 16; Kamera: Robert Elswit; Musik: James Newton Howard, John Gilroy;
mit Angelina Jolie, Liev Schreiber, Chiwetel Ejiofor, August Diehl, Daniel Pearce, Hunt Block u.a.
In einem Sommer voller komplett sinnloser Actionfilme ist ,Salt eine willkommene Abwechslung. Nicht, daß die Geschichte einer CIA-Agentin, die möglicherweise eine russische Doppelagentin ist und sich durch komplett überdrehte Actionszenen kämpft, viel Bodenhaftung hat. Doch dank Angelina Jolie hat ,Salt ein Maß an Menschlichkeit, dass den meisten anderen Filmen diesen Art abgeht, und ist dadurch ein sehenswerter Action-Thriller.
Fast könnte man meinen, dass die Verhaftung einer ganzen Gruppe russischer Agenten, die als so genannte Schläfer Jahre in Amerika lebten und sich auf welche Aufgabe auch immer vorbereiteten, ein besonders gelungener Marketingcoup war. Denn um genau solche Schläfer geht es in Phillip Noyces neuem Film. Bevor er in den letzten Jahren kleine Independent-Filme drehte, hatte sich Noyce mit ,Clear and Present Danger und ,Patriot Games einen Namen als Regisseur von im Spionagemilieu angesiedelten Action-Thrillern gemacht, die zwar unverkennbar Hollywood-Spektakel waren, aber doch viel mit der Realität zu tun haben.
Und auch diesmal ist die Grundidee von ,Salt, so absurd sie auch wirkt, keine Fiktion. Viel mehr hat er allerdings nicht mit geheimdienstlicher Wirklichkeit zu tun, das moderne Hollywoodkino verhindert zumindest im Moment, dass sich ein Actionfilm länger als nötig mit mehr als einem Gerüst von Handlung herumschlägt, dass heutzutage kaum mehr als Aufhänger für eine Aneinanderreihung immer aufwändigerer, immer überdrehterer Actionszenen ist. Insofern hat ,Salt weniger mit Noyces früheren Filmen gemein, sondern scheint eine Art Schwesterfilm zu dem unlängst gelaufenem Tom Cruise-Vehikel Knight and Day zu sein. Beide Filme sind inhaltlich essentiell Gaga, voller grenzdebiler Momente, von einer kaum vorhandenen Logik geprägt, über die man nach Ende des Films nicht allzu lange nachdenken sollte, machen aber beim Ansehen viel Spaß.
Einmal mehr spielt Angelina Jolie also die Actionheldin und bestätigt mit vollem körperlichen Einsatz, warum sie momentan die einzige Frau in Hollywood ist, die einen Film wie diesen tragen kann. Sie ist Evelyn Salt, eine hochrangige CIA-Agentin, verheiratet mit dem Zivilisten Michael Krause (August Diehl in einer kleinen Nebenrolle) und in allen möglichen Tötungsformen ausgebildet. Ein russischer Agent, der angeblich überlaufen will, berichtet ,Salt und ihren Kollegen Ted Winter und William Peabody von einer russischen Geheimoperation, die bald starten wird und das Ziel hat, den Präsidenten zu töten. Der Name des russischen Undercover-Agenten: Evelyn Salt. Und so beginnt ein Katz und Maus-Spiel zwischen Salt und ihren Verfolgern, das den Film über praktisch seine gesamte Länge nicht zur Ruhe kommen lässt. Mehr sollte man über die Geschichte nicht wissen, die Finten des Drehbuchs sorgen für leidliche Verwirrung, auch wenn sich bei aufmerksamem Sehen subtile Hinweise auf das Kommende offenbaren.
Stilistisch lehnt sich auch ,Salt an Paul Greengras ,Das Bourne Ultimatum an, der sich als eine Art Blaupause für moderne, hyperkinetische Actionsequenzen etabliert hat. An dessen Brillanz kommt Noyce allerdings nicht heran. Ein ums andere Mal wird Jolie durch Actionszenen gejagt, die normale physikalische Gesetze auf den Kopf stellen. Dass Jolie dabei nicht so unverwundbar aussieht wie viele ihrer männlichen Kollegen, macht ihren Charme aus. Wenn im Laufe der Geschichte dann zunehmend die emotionale Verwicklung von ,Salt betont wird, zeigt sich, wie viel eine menschlich, verletzbar wirkende Hauptfigur im Zentrum eines so überdrehten, oft absurden Action-Thrillers wert ist. (Programmkino.de)
Der Australier Noyce knüpft mit ,Salt an seine Thriller-Erfolge aus den neunziger Jahren an ( ), während Angelina Jolie vor allem beweist, dass sie als weiblicher Jason Bourne mit falschem Blondschopf keine schlechtere Figur macht als zuvor in ,Tomb Raider oder in Clint Eastwoods ,Der fremde Sohn. ( ) ,Salt ist das perfekte Vehikel für Jolies Temperament und sie für den Höllenritt von Phillip Noyce die perfekte Reiterin. (FAZ)
Läuft am Sa., 25.9., und So., 26.9., um 19.15 Uhr und am Di., 28.9., und Mi., 29.9., jeweils um 21.15 Uhr.
Ermässigter Eintritt für Schüler & Studenten nur am Di. und Mi.: 5, Euro.
Interseite: www.sonypictures.de