Traumfabrik: Neues aus Hollywood


Avatar – Aufbruch
nach Pandora
Inglourious Basterds Tödliches Kommando –
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neue Filme aus der Traumfabrik

 

„Tödliches Kommando“ von Kathryn Bigelow

 

 

 

Avatar – Aufbruch nach Pandora

von James Cameron; USA 2009; 161 Min.; FSK: ab 12; CinemaScope; Kamera: Mauro Fiore; Musik: James Horner; mit Sigourney Weaver, Sam Worthington, Zoe Saldana, Stephen Lang, Lola Herreta, Michelle Rodriguez, Giovanni Ribisi, Wes Studi u.a.

Vor Jahren wurde Jake Sully (Sam Worthington) schwer verwundet und ist seitdem von der Hüfte abwärts gelähmt. Als ihm für ein Projekt das Angebot unterbreitet wird, zum weit entfernten Pandora zu reisen, willigt er schnell ein, um seinem für ihn sinnlos gewordenen Leben zu entkommen. Denn dort erwarten ihn unvorstellbar schöne und farbenreiche Landschaften aus üppigen Regenwäldern mit fantastischen Pflanzen und Tieren – manche wunderschön, andere furchterregend. Doch Pandora ist nicht unbewohnt: Die Na'vis sind die Ureinwohner des Planeten und leben im Einklang mit der Natur, die sie umgibt.
Pandora ist reich an dem für den Menschen sehr wertvollen Rohstoff Unobtainium. Da der Mensch in der Atmosphäre Pandoras nicht existieren kann, wurde ein wissenschaftliches Projekt initiiert, bei dem genetisch manipulierte Hybride aus menschlicher und Na'vi-DNA erschaffen wurden: die sogenannten Avatare. Ein Avatar wird von einem Menschen mental gesteuert, indem das menschliche Gehirn und die Gefühlsrezeptoren über eine spezielle Technologie mit dem Avatar-Körper verbunden sind. Leiterin des Projekts ist die Wissenschaftlerin Dr. Grace Augustine (Sigourney Weaver), die Jake zunächst skeptisch gegenübertritt.
Während Jakes Erkundigungen auf Pandora trifft er die junge und schöne Na'vi Frau Neytiri (Zoe Saldana), die ihn sofort fasziniert. Durch sie lernt er nach und nach das Leben und die Kultur der Na'vis kennen. Doch je mehr Zeit Jake mit den Na'vis verbringt, desto mehr gerät er in einen Konflikt, mit sich selbst und mit seiner Außenwelt. Er muss sich entscheiden, auf wessen Seite er steht – in einem Kampf, der über das Schicksal einer ganzen Welt entscheidet ...
In dem epischen Fantasy-Abenteuer ,Avatar‘ nimmt uns Star-Regisseur James Cameron (,Titanic‘, ,Aliens‘, ,Terminator‘) mit in eine faszinierende neue Welt jenseits der Grenzen unserer Vorstellungskraft. Gemeinsam mit Jake Sully taucht der Zuschauer in eine fesselnde Story ein und geht auf eine Reise voller Gefahren und Entdeckungen. (Verleihinfo)


„Ein Seeleningenieur wie James Cameron jedoch schafft es immer wieder, dass man all das vergisst: das Gestell auf der Nase, das klappernde Skelett der Story, die Holzschnitttechnik beim Clash der Kulturen; und einfach nur staunt: über diesen uralten magischen Effekt des Kinos, der die Leinwand zum Fenster zu einer anderen, nie gesehenen Welt werden lässt. Das macht ,Avatar‘ zwar nicht zum Film des Jahres oder gar des Jahrzehnts, wie hier und da schon trompetet wird, aber zu einem Spektakel, dem man sich unbedingt aussetzen sollte.“ (FAZ)


„Die Virtualität des Kinos ist die ideale Bühne für diese befreienden Vorstellungen, der Kinosessel der ideale Betrachterstandpunkt. Die Erfindung des Kinos am Ende des 19. Jahrhunderts fällt zusammen mit der Massenverbreitung der Stereo-Fotografie. Nicht von ungefähr bringt James Cameron nun beides zusammen. Seine romantische Fabel steht mit einem Bein im 19., mit dem zweiten im 21. Jahrhundert. Diese Einladung, auf Drachen zu reiten und auf ihnen in Bildwelten zu schweben wie von Caspar David Friedrich sollte man nicht ausschlagen (…).“ (Frankfurter Rundschau)

Läuft von Fr., 19.3., bis So., 21.3., jeweils um 16.00 Uhr und am Mi., 24.3., um 20.00 Uhr.
Erhöhter Eintritt wg. Überlänge.

Internetseite: www.avatar-derfilm.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Inglourious Basterds

von Quentin Tarantino; D/USA 2009; 154 Min.; FSK: ab 16; teilweise O.m.dt.U.; CinemaScope; Kamera: Robert Richardson; Musik: div.;
mit Brad Pitt, Christoph Waltz, Diane Kruger, Mélanie Laurent, Daniel Brühl, Til Schweiger, August Diehl u.a.



„Quentin Tarantino schreibt die Geschichte des Zweiten Weltkriegs um: In ,Inglourious Basterds‘ schickt er eine Gruppe jüdischer US-Elite-Soldaten auf die Jagd nach Nazi-Skalps und erzählt darüber hinaus einmal mehr eine Rachegeschichte aus weiblicher Sicht, bei der eine junge Jüdin plant, die in ihrem Kino versammelte Nazi-Elite auszulöschen. Mit vielen Filmzitaten, aber längst nicht so splatterblutig wie erwartet, spielt der in Deutschland gedrehte und mit zahlreichen einheimischen Darstellern besetzte Film zunächst einige etwas zu lang geratene Dialogsequenzen aus. Dann aber mündet er in einen tollkühnen wie explosiven Showdown, der die Macht des Kinos feiert. (…)
Die Geschichte läuft im Kino der jungen Jüdin Shosanna Dreyfus (Mélanie Laurent) zusammen, die einst die Hinrichtung ihrer Familie durch den Nazi-Oberst Hans Landa (Christoph Waltz) miterleben musste. Damals konnte sie in letzter Sekunde entkommen und nach Paris fliehen, wo sie eine neue Identität annahm – und das Kino betreibt, in dem das Schicksal des Führers und der Nazi-Elite bei der Vorführung eines Propagandafilms besiegelt werden soll.
Inspiriert von Enzo Castellaris ,Inglouriuous Basterds‘ von 1978 hat Tarantino seinen Film in Sachsen und den Babelsberger Studios in Potsdam gedreht. Auch die Darsteller von Daniel Brühl über August Diehl bis hin zu Til Schweiger, die neben dem grimassierenden Ober-Basterd Brad Pitt in Erscheinung treten, sind zu großen Teilen deutschsprachig. Zusammen mit den französischen und amerikanischen Darstellern seines überwiegend starken Ensembles arrangiert Tarantino seinen Kriegsfilm mit einer Vielsprachigkeit, die sich vor allem auch im grandiosen Christoph Waltz widerspiegelt, der als überhöflich sadistischer, multisprachlich begabter SS-Offizier Landa hochverdient in Cannes eine Auszeichnung als bester Darsteller bekam. (…)“ (Programmkino.de)


„Auf die Frage, wie er es denn so mit der historischen Wahrheit halte, antwortete Quentin Tarantino auf der Pressekonferenz in Cannes, dass ihm das Ende des 2. Weltkriegs nie so recht gefallen habe. Zu langwierig, zu unspektakulär, das hätte er immer schon mal ändern wollen und das Kino gäbe ihm die Möglichkeit dazu.
So flapsig die Antwort auch gewesen sein mag, zeigt sie doch recht genau, was Tarantino unter Kino versteht. Ihm geht es weder um historische Korrektheit noch um politische Genauigkeit. Er reduziert den Konflikt auf die Guten und die Bösen und führt die Entscheidung in einer räumlich und personell begrenzten Szene herbei und bietet dabei hundert Prozent Kino.
Dass er dies wiederum sehr ernst nimmt, zeigt dass er mit einem brillianten Drehbuch nach Berlin kam. Er engagierte eine ganze Riege von deutschen Schauspielern, aber nach dem einen, der den Widerpart von Brad Pitt spielen sollte, musste er lange suchen. ,Hätte ich Christoph Waltz nicht gefunden, hätte ich den Film nicht gemacht!‘ sagte er in Cannes. Kein typisches Pressekompliment, wird jeder erkennen, wenn er den Film sieht. Auch für die Jury in Cannes führte bei der Palmenvergabe kein Weg an dem Österreicher, der leider viel zu selten auf der Kinoleinwand zu sehen ist, vorbei.
Waltz spielt den Nazi-Oberst Hans Landa, der sich durch eine gute Kinderstube und ausgewiesene Intelligenz auszeichnet und als wahres Sprachengenie entpuppt – eine Waffe, die sich hier mehrfach als schlagkräftiger erweist als so manches Gewehr, weshalb man unbedingt die Originalfassung sehen sollte. Doch all seine Fähigkeiten stellt er in den Dienst der Nazis und macht europaweit die letzten versprengten Juden aus, um sie ihrem Schicksal zuzuführen. Eine ganz besonders eklige Art Mensch, dem der hemdsärmelige amerikanische Offizier Aldo Raine (Brad Pitt) gegenübersteht, der eine Elitetruppe aus jüdischen Soldaten anführt, die gezielte Vergeltungsschläge gegen Nazis und Kollaborateure durchführt. Raine hat sich als Nazi-Skalpjäger schon einen Namen gemacht und holt nun zu einem finalen Endschlag aus. Er hat alles organisiert, um sich und seine Truppe in ein Pariser Kino einzuschleusen, in dem die Premiere eines deutschen Kriegsfilms in Anwesenheit von Adolf Hitler stattfinden soll. Doch so ausgeklügelt sein Plan auch sein mag, Landa hat ihn längst durchschaut, und so gehört auch eine gehörige Portion Glück dazu, um dieses Attentat auszuführen … (…)“ (Programmkino.de)

Läuft am Di., 30.3., und Mi., 31.3., jeweils um 21.00 Uhr.
Erhöhter Eintritt wg. Überlänge: 7,50 Euro.
Internetseite: www.inglourious-basterds.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tödliches Kommando

„The Hurt Locker“ von Kathryn Bigelow; USA 2009; 131 Min.; FSK: ab 16; Kamera: Barry Ackroyd; Musik: Marco Beltrami, Buck Sanders;
mit Jeremy Renner, Anthony Mackie, Brian Geraghty, Guy Pearce, Ralph Fiennes, David Morse u.a.



Nominiert für 10 Oscars, darunter für die beste Regie, beste Filmmusik, bestes Drehbuch, bester Kameraführung und als bester Film!

„Die Jungs von der ,Explosive Ordnance Disposal (E.O.D.)‘ der US-Army haben einen der härtesten Jobs der Welt. Sie entschärfen Bomben mitten in Kriegsgebieten. Mit ferngesteuerten Robotern oder, wenn’s gar nicht anders geht, nur mit Zangen ausgerüstet in einem speziellen Vollschutz-Anzug. Als nur wenige Wochen vor dem Abzug einer Kompanie ein Teamleader beim Einsatz in Bagdad stirbt, bekommen es Sergeant Sanborn und Specialist Eldrige mit einem neuen Chef zu tun: William James, ein extrem wagemutiger Elitesoldat, der den Tod nicht zu fürchten scheint. Ohne mit der Wimper zu zucken, hantiert er an Sprengsätzen, die im Umkreis von bis zu 300 Meter für totale Zerstörung sorgen können und brüskiert dabei auch mal willentlich die Befehlskette. Seinen Kollegen ist er deshalb nicht ganz geheuer. Besonders als er sich um Beckham zu sorgen beginnt, einen Buben, der an der Strasse in Kasernennähe mit DVDs handelt, und plötzlich verschwunden ist.“ (outnow.ch)


„Kathryn Bigelow führt eine ganze Typologie von männlichen Kriegern vor. Ihr Faible für deren Energien zeigt sich in den Beobachtungen von James: Wenn er in seinem gepanzerten Schutzanzug die leeren Straßen Bagdads heruntermarschiert, hat er etwas Martialisches. Beim Entschärfen wird er, von Katryn Bigelows fiebriger Kamera fetischisiert, dann zu einem Chirurgen, nervenstark, präzise. Krieg ist eine Droge, mit diesem Zitat des amerikanischen Journalisten Chris Hedges eröffnet ,Tödliches Kommando‘. Hierin liegt auch die Tragik von Will James: Die einzige existenzielle Erfahrung des Krieges ist seine tödliche Monotonie.“ (taz – die Tageszeitung)


„Dabei erliegt Katryn Bigelow dem Adrenalinkick nicht, dem die Männer im Einsatz mit rüden Sprüchen Ausdruck verleihen, dem Thrill der Gewalt, der im Vorspann benannten Droge des Kriegs. Dafür ist sie viel zu sehr Expertin männlicher Codes. Wenn sie doch einmal eine Patronenhülse in Zeitlupe zu Boden tanzen lässt, dann stilisiert sie weniger, als dass sie die Ästhetik des Waffenfetischismus bewusst zitiert. Katryn Bigelow konzentriert die Spannung in den Augenblick und verlegt sie in die Seelen der drei Soldaten. Ein Psycho-Actionfilm.“ (Der Tagesspiegel)


„Bei aller Hektik, bei aller Hysterie der nervenzerfetzenden Einsätze wird die Arbeit der Einheit im Verlauf des Films immer ruhiger, immer normaler (…) Eine der aufregendsten Sequenzen zeigt, wie ein Trupp in einen Hinterhalt gerät und langsam und mühsam die Situation klärt: Die gegnerischen Scharfschützen ausfindig machen, drüben im Haus auf dem Hügel, einen nach dem andern gezielt erledigen, dann weiter geduldig beobachten, so lange, bis sicher ist, dass wirklich alle tot sind.“ (Süddeutsche Zeitung)


„In der Nachfolge der rauschhaften Kriegsfilme von Sam Peckinpah und Samuel Fuller feiert sie die Ausgestoßenen in Uniform – und stürzt den Zuschauer in den gleichen Sog, dem sich diese ,wilden Männer‘ in Uniform verschrieben haben. Mit den filmischen Mitteln operiert sie dabei so souverän, dass ein Oliver Stone vor Neid erblassen wird. Nie verselbstständigt sich ein visueller Einfall, alles fügt sich ein in ein Montagekunstwerk. 130 Minuten vergehen in einer Dramaturgie ohne Leerlauf wie im Flug.“ (Frankfurter Rundschau)

Läuft am Di., 16.3., um 21.00 Uhr und am Mi., 17.3., um 19.15 Uhr.
Erhöhter Eintritt wg. Überlänge: 6,50 Euro.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Up in the Air

von Jason Reitman; USA 2009; 110 Min.; freigegeben ohne Altersbeschränkung; Kamera: Eric Steelberg; Musik: Rolfe Kent;
mit George Clooney, Vera Farmiga, Anna Kendrick, Jason Bateman, Danny McBride, Melanie Lynskey, Amy Morton, Sam Elliott, J.K. Simmons u.a.



„Die brillante Tragikomödie ,Up in the Air‘ mit Superstar George Clooney in der Hauptrolle wird bereits als heißer Oscar-Kandidat gehandelt. Tatsächlich reflektiert der treffsicher inszenierte Hollywood-Film über den bindungslosen Vielflieger und Meilenjunkie Bingham die Finanzkrise auf dem Hintergrund gesamtwirtschaftlichen und privaten Scheiterns, trotz allem Tiefgang, hochunterhaltsam. Bekannt für seine bissigen, gesellschaftsrelevanten Kommentare gelingt dem kanadischen Independent-Regisseur Jason Reitman ein intelligentes ,Feel Better Movie‘ für schlechte Zeiten.
Ryan Bingham, König der Bonusmeilen, kennt nur ein Ziel: der siebte Mensch zu werden, der als Frequent Flyer die sagenumwobene eine-Millionen-Meilen Schallmauer durchbricht. Dafür jettet der bindungslose Motivationstrainer durch die Staaten. Rastlos jagt der charmante Workoholic Meilen hinterher. Das Ganze im Auftrag seiner Firma. Denn der passionierte Luftikus ist der Mann fürs Grobe. Der vertrauenserweckende Geschäftsmann schreitet unverfroren zur Tat, wenn feige Firmenchefs ihre Angestellten nicht selbst kündigen wollen. In exklusiven Workshops erklärt er den Wegrationalisierten hinterher psychologisch geschickt die angeblich positive Seite ihrer sogenannten Freistellung. (…)
Doch als die junge ehrgeizige Harvad-Studentin Natalie Keener auftaucht und er sich gleichzeitig auf eine lockere Affäre mit der selbstbewußten Geschäftsfrau Alex einlässt, gerät sein einsamer Lebensentwurf samt Weltbild ins Wanken. Denn die ambitionierte Studienabgängerin Natalie überzeugt seinen Chef, dass es wesentlich effizienter ist Entlassungen übers Internet per Videokonferenz abzuwickeln. Ein Vorschlag, der ihn unsanft auf den Boden der Tatsachen zurückbringen würde. Und Alex löst bei ihm Gefühle aus, die er sich kaum eingesteht.
Nicht umsonst zählt Jason Reitman zu den viel versprechendsten jungen Regisseuren und Drehbuchautoren des Independent-Kinos. Erneut belebt seine Kunst der Schauspieler- und Dialogführung das Komödiengenre zwischen Satire, Tragödie und Selbstfindung mit originellen Einfällen und pfiffigen Dialogduellen. Wie schon bei seinem pointiertem Erstlingswerk ,Thank You for Smoking‘ adaptiert der 32jährige Kanadier eine Romanvorlage. Inspiriert von Walter Kirns Buch ,Der Vielflieger‘ fügt er versiert einige Handlungsstränge hinzu.
Vor allem jedoch durch das Charisma und die nuancierte Darstellung des graumelierten Hollywood Charmeurs George Clooney verkommt die Figur von Ray Bingham in keiner Minute zur Karikatur. Mit seinen komplexer werdenden Rollen auf der Leinwand und seinem politischen Engagement jenseits der Filmkameras erinnert das 48jährige Multitalent mittlerweile an Warren Beatty in seinen besten Zeiten. Für die Szenen mit entlassenen Arbeitern drehte Jason hauptsächlich mit Personen, die tatsächlich vor kurzem Job und Existenz verloren. Dieses semidokumentarische Material verleiht dem Film in Zeiten von Wirtschaftskrise und Massenarbeitslosigkeit zusätzlich beklemmende Aktualität.
Schon Arthur Miller entlarvte Anfang der 50er Jahre in seinem berühmten sozialkritischen Psychodrama ,Tod eines Handlungsreisenden‘ den ,American Dream‘ als Trugbild. Sein Handelsvertreter Willy Loman zerbricht an einem inhumanen Wirtschaftssystem, in dem es nur auf immer mehr Profit ankommt. Die Tragödie seines Protagonisten steht für eine gescheiterte Gesellschaftsordnung. Auch Jasons gnadenlose Satire auf die globalisierte Geschäftswelt und das moderne Nomadentum im Flugzeug ist letztlich ein Appell, sich auf Werte wie Liebe, Familie, Solidarität und Mitmenschlichkeit zu besinnen. Und am Ende ahnt auch Bingham: ,In Gesellschaft lebt sich’s besser‘.“ (Programmkino.de)


„Jason Reitman hat sich die Agilität seines Protagonisten zu eigen gemacht, so flüssig gleitet der Film dahin; er interpunktiert die Abschnitte mit jener inzwischen offenbar unvermeidlichen Google-Earth-Optik amerikanischer Städte, in denen Ryan seine Aufträge erfüllt, und dieser fließende Stil überlagert lange Zeit auch Reitmans merkwürdige Erzählökonomie. (…) Doch so etwas wie eine Geschichte kommt dabei nur mühsam in Gang, ein Plot, welcher den Protagonisten in seiner Routine aufstörte, weshalb Jason Reitman auch vor dem seltenen Problem steht, eine gut geölte und versiert bediente Maschinerie ins Stocken zu bringen." (Frankfurter Rundschau)


„Intelligente Unterhaltung für Erwachsene, spaßig und zeitkritisch.“ (KulturSPIEGEL)

Läuft von Do., 25.3., bis So., 28.3., jeweils um 19.15 Uhr.
Internetseite: www.up-in-the-air.de.de